Die grüne Insel KorfuKorfu gehört zu den sieben Ionischen Inseln, und ist mit
641 Quadratkilometern die größte Insel dieser Inselgruppe. Auf
einer Länge von etwa 60 Kilometern und mit einer
unterschiedlichen Breite von ca. 4 bis ca. 30 Kilometern
breitet sich die grüne Insel Korfu, wie sie wegen ihrer
üppigen und reichhaltigen Vegetation genannt wird, aus.
Berglandschaften und die langen Küstenabschnitte mit den
verschiedenen Kaps, sowie kleine versteckten Buchten
prägen das Landschaftsbild von Korfu.
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Die geografische Lage der Insel
Korfu am Eingang zur
Adria westlich des griechischen Festlandes in Höhe des
italienischen Stiefels, und die Nähe zur albanischen
Küste im Norden machten Korfu für Eroberer interessant
und sorgte in der Vergangenheit dafür, daß
sich bedingt durch die unterschiedlichen herrschenden
Kulturen, die verschiedensten Einflüsse auf der Insel
noch heute widerspiegeln.
Besonders der venezianische Einfluß ist
in der Hauptstadt Korfus, Kerkyra, noch heute überall,
vor allem in der Architektur, zu
sehen. Die Altstadt von Korfu wurde im Jahre 2007 in die
Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen. (Foto:
Gasse in Korfu Stadt)
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Erste gesicherte Daten einer Besiedelung Korfus stammen
aus der Zeit vor Christus. Allerdings gibt es Annahmen,
daß es schon viel früher Spuren menschlichen Lebens auf
der Insel gab. Aus der Antike sind heute einige
Einzelstücke und beeindruckende Fundstücke der
griechischen, römischen und byzantinischen Herrschaft in
den Museen der Hauptstadt Kerkyra zu besichtigen.
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Die Wirtschaft der Insel mit ihren ca. 115.000
Einwohnern ist hauptsächlich auf den Tourismus, und den
Oliven - und Gemüseanbau ausgerichtet.
Der Export von
Olivenöl ist hier ein wichtiger Zweig der Wirtschaft.
Viele Korfioten, die in der Tourismussaison in den
Hotels und Tavernen ihr Geld verdienen, arbeiten in den
restlichen Monaten in der Olivenernte. (Foto: Im
Achillion) |
Auf der Insel Korfu ist das Mittelmeerklima
vorherrschend. Im Frühling und im Herbst zeigt sich die
Insel von ihrer schönsten Seite und die Temperaturen
sind angenehm. Im Hochsommer kann es auf Korfu auch sehr
heiß werden, zum Teil auch durch die afrikanischen Winde
bedingt. Allerdings sind die Temperaturen in Küstennähe
oder im Bergland auch im Sommer erträglich und durch
eine leichte Brise sehr wohltuend. Vor allem Badegäste
aus aller Welt fühlen sich durch die sommerlichen
Temperaturen angezogen. Von November bis Februar zeigt
sich die Insel regenreicher, und sorgt damit für die
üppige grüne Vegetation Korfus. Allerdings fallen auch
im Winter die Temperaturen nicht unter 10 ° C. Gerade im
Frühling und Anfang des Sommers wird die Landschaft der
Insel mit einem Blütenmeer geschmückt. Ein Feuerwerk aus
Farben der verschiedenen Wildblumen und
unterschiedlichen Orchideenarten, sowie vieler anderer
Pflanzen läßt die Insel farbenfroh leuchten. Neben den
Blütenpflanzen beleben auch Zypressen, Kiefern und
Pinien das Landschaftsbild. Doch besonders durch die etwa 4
Millionen teils sehr alten Olivenbäume wird das
Landschaftsbild Korfus geprägt. Auch die Fauna der Insel
bietet eine vielseitige Abwechslung. Gerade für
Ornithologen ist Korfu ein kleines Vogelparadies.
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Die Insel
Korfu ist von hügeligem Land durchzogen,
immer wieder unterbrochen durch Täler und
flache Ebenen. Gebirgig zeigt sich Korfu im
Norden mit der höchsten Erhebung der Insel,
dem Pantokrator mit seinem imposanten Gipfel
von 906 Metern Höhe.
Ursprünglicher zeigt sich Korfu im
südlichem Hinterland. (Foto: Auf dem
Pantokrator) |
Hier gibt es noch abgelegene Örtchen mit Häusern die
üppig mit Bougainville bedeckt sind, in denen das Leben
bodenständig ist und die Zeit noch stillzustehen
scheint. Rund um die ganze Insel sind attraktive
Badestrände und kleine verträumte Buchten verteilt, die
zum Sonnen und Baden einladen.
Kerkyra - die Hauptstadt Korfus, die an der Ostküste
gelegen ist, bezaubert mit venezianischem Flair. Bei
einem Spaziergang durch die charmante Altstadt von Korfu lassen
sich überall Spuren der Vergangenheit entdecken. Gut,
sie ist nicht so imposant wie die Altstadt von
Rhodos und auch eher weniger griechisch.
Sehenswert sind die Esplanade, der Hauptplatz der Stadt,
an dessen Rand die Alte Festung zu besichtigen ist,
sowie der alte Palast, in dessen Inneren das Museum für
Asiatische Kunst und die Städtische Pinakothek
untergebracht sind. Mitten in der Altstadt Kerkyras
liegt die Kirche Agios Spiridonas, welche die Kirche des
Schutzheiligen der Insel ist. Von der vorgelagerten
Halbinsel Analipsis aus sieht man die Klosterinsel
Vlacherna und die Mäuseinsel Pontikonissi. Einige
Kilometer südlich der Hauptstadt Korfus bei Gastouri
liegt das Achilleion, der Palast, den sich die
österreichische Kaiserin Elisabeth (Sissi) in den Jahren
1890–1892 als Sommerresidenz erbauen ließ. Aber auch
außerhalb der Hauptstadt der Insel sind viele
Sehenswürdigkeiten und Kostbarkeiten auf Korfu zu
bewundern.
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Für Bade- oder Aktivurlauber ist die Insel Korfu ein kleines
Paradies. Die wunderschönen Sand- oder Kieselstrände und
die vielen kleinen Buchten verführen zum Sonnenbaden,
und die beeindruckende Unterwasserwelt Korfus ist ein
Eldorado für Schnorchler und Taucher. Aktivurlauber kommen beim Wandern, Segeln, Golfen,
Tennis oder bei einer Fahrradtour durch die schöne
Landschaft voll auf ihre Kosten. (Foto: Strand in Dassia) |
Kulinarisch zeigt sich Korfu typisch mediterran,
unterscheidet sich allerdings aufgrund der klimatischen
und geschichtlichen Besonderheiten etwas von der
typischen
griechische Küche. Gemüse, auch Wildgemüse, Hülsenfrüchte und Oliven werden hier zu
schmackhaften Gerichten verwandelt. Natürlich sind auch
Gerichte wie Moussaka oder Souflaki auf der Speisekarte
zu finden. Aufgrund der Nähe zum Meer spielen Fische und
Meeresfrüchte eine große Rolle auf dem Speiseplan.
Außerdem spielt Lammfleisch eine große Rolle -
Lammbraten oder Lammkottelets sollte man unbedingt
auf Korfu einmal gegessen haben.
Gerichte türkischen oder venezianischen Ursprungs haben
aufgrund der Geschichte genauso Einzug gehalten wie die
bekannten griechischen Speisen. Tzitzimbira, ein
alkoholfreies Ingwerbier wird ausschließlich auf Korfu
produziert. Zusammen mit dem bekannten griechischen
Anisschnaps Ouzo ist es eines der Nationalgetränke
Korfus.
Weitere Spezialitäten werden aus Kumquats hergestellt.
Die kleinen orangefarbenen, vitaminreichen Früchte
werden zu Likör oder zu Marmeladen weiterverarbeitet. In
den kleinen Tavernen auf der Insel kann sich jeder von
den schmackhaften Köstlichkeiten Korfus verwöhnen
lassen. |